WM 2026 · Spielbericht
Kanada – Marokko 0:3: Spielbericht & Analyse (WM 2026)
WM-2026-Achtelfinale: Marokko wirft Gastgeber Kanada mit 0:3 aus dem Turnier. Ounahi trifft doppelt, Rahimi macht in der Nachspielzeit alles klar.
Verfasst von Thomas Widmer
Redaktor Fussball · Fussball, WM & europäische Ligen
Aktualisiert: 06. Juli 2026 · 2 Min. Lesezeit
Kanada –
Marokko
Es sollte das grosse Fest des Gastgebers werden – und wurde zur kalten Dusche. Kanada, getragen von einem ganzen Land, zerbrach im Achtelfinale an einem eiskalten, brillanten Marokko und verlor 0:3. Ein Mann ragte über allen anderen empor: Azzedine Ounahi.
Der Spielverlauf
Lange trug die Partie die Handschrift eines echten K.-o.-Duells: verbissen, eng, von der Angst vor dem Fehler geprägt. Kanada, angetrieben von Coach Jesse Marsch und dem Rückenwind eines Heimpublikums, das seine Mannschaft zuvor zum ersten K.-o.-Sieg der Geschichte getragen hatte, warf sich in jeden Zweikampf. Marokko hingegen lauerte, verteidigte kompakt und wartete auf den Moment, in dem sich die Ordnung des Gegners für einen Augenblick auflösen würde.
Dieser Moment kam kurz nach der Pause. In der 50. Minute stach Azzedine Ounahi zu und brachte die Atlas Lions mit 1:0 in Führung – der Nadelstich, der ein zähes Spiel plötzlich kippen liess. Von da an spielte Marokko mit jener Souveränität, die eine Mannschaft ausstrahlt, wenn sie spürt, dass der Gegner ins Zweifeln gerät.
Kanada rannte an, öffnete sich – und lief damit ins offene Messer. In der 82. Minute war es erneut Ounahi, der eiskalt vollstreckte und auf 2:0 erhöhte. Sein Doppelpack riss dem Gastgeber endgültig den Boden unter den Füssen weg. Und als in der Schlussphase alle Dämme brachen, setzte Soufiane Rahimi tief in der Nachspielzeit, in der 90.+8 Minute, den 3:0-Schlusspunkt – ein Treffer, der aus dem Sieg ein Statement machte.
Die entscheidenden Momente
Das Spiel drehte sich um eine Figur: Azzedine Ounahi, folgerichtig zum Spieler des Spiels gekürt. Sein erster Treffer nach der Pause war der psychologische Wendepunkt – ein enges Duell verwandelte sich in eine Einbahnstrasse. Sein zweites Tor in der 82. Minute war die Entscheidung, der Moment, in dem aus kanadischer Hoffnung marokkanische Gewissheit wurde. Ounahi schrieb mit seinem Doppelpack beim 3:0 gegen Kanada Geschichte und schoss Marokko in den Viertelfinal.
Rahimis später Nadelstich in der achten Minute der Nachspielzeit war dann fast eine Formalität – aber eine, die das ganze Ausmass der marokkanischen Überlegenheit in dieser zweiten Halbzeit unterstrich. Für Jesse Marschs Kanada, das mit so grossen Ambitionen ins eigene Turnier gegangen war, blieb am Ende nur die bittere Erkenntnis: Gegen ein so abgeklärtes Marokko reichten Herz und Heimvorteil nicht.
Wie es weitergeht
Für Kanada ist die WM 2026 damit beendet – der Traum vom Heim-Märchen endet im Achtelfinal. Marokko hingegen marschiert weiter und trifft im Viertelfinale am 9. Juli 2026 auf Frankreich – ein Kracher, ein Duell zweier Schwergewichte, das an eine der grössten WM-Nächte der jüngeren Vergangenheit erinnert. Die Atlas Lions, getragen von der Form eines überragenden Ounahi, werden dem Vizeweltmeister von einst alles abverlangen. Alle Analysen, Aufstellungen und Quoten gibt es in unserer Vorschau Marokko – Frankreich.
Einen Gesamtüberblick über das Turnier, alle Spiele und Wettmöglichkeiten findest du in unserer WM-Übersicht.
Häufige Fragen zu diesem Thema
Wie endete das Achtelfinale zwischen Kanada und Marokko?+
Marokko gewann 3:0 gegen Gastgeber Kanada. Azzedine Ounahi traf in der 50. und 82. Minute, Soufiane Rahimi erhöhte in der 90.+8 Minute auf den Endstand.
Gegen wen spielt Marokko im Viertelfinale?+
Marokko trifft im Viertelfinale am 9. Juli 2026 auf Frankreich.
