WM 2026 · Spielbericht
Schweiz – Kolumbien 0:0: Spielbericht & Analyse (WM 2026)
WM-2026-Achtelfinale: Die Schweiz ringt Kolumbien nach 0:0 im Elfmeterschiessen mit 4:3 nieder – Vargas trifft, Kobel wird zum Helden.
Verfasst von Thomas Widmer
Redaktor Fussball · Fussball, WM & europäische Ligen
Aktualisiert: 08. Juli 2026 · 2 Min. Lesezeit
Schweiz –
Kolumbien
120 Minuten ohne Tor, und doch ein Abend, der niemandem den Atem liess. Die Schweiz besiegt Kolumbien im WM-Achtelfinale von 2026 mit 0:0 nach Verlängerung und 4:3 im Elfmeterschiessen – und zieht in die Runde der letzten Acht ein. Am Ende steht ein Torhüter im Mittelpunkt, der zum Fels wurde, als es am meisten zählte.
Der Spielverlauf
Es war das Duell zweier Mannschaften, die sich nichts schenkten und doch nichts durchliessen. Murat Yakins Schweizer standen kompakt, verschoben diszipliniert und liessen die technisch beschlagenen Kolumbianer von Néstor Lorenzo an der eigenen Strafraumgrenze immer wieder verzweifeln. Umgekehrt biss sich die Nati an der südamerikanischen Defensive die Zähne aus. Chancen hüben wie drüben, aber kein Ball, der über die Linie wollte.
Je länger das Spiel dauerte, desto grösser wurde die Nervosität – und desto grösser die Figur von Gregor Kobel im Schweizer Tor. Der Dortmunder pflückte hohe Bälle, warf sich in Schüsse und strahlte jene Ruhe aus, die eine ganze Mannschaft trägt. Nicht umsonst wurde er später zum Spieler des Spiels gewählt. Auch nach 90 Minuten fiel die Entscheidung nicht, auch die Verlängerung blieb torlos. Zwei erschöpfte, aber unnachgiebige Teams marschierten unweigerlich auf jenen Moment zu, den kein Fussballer sucht und doch jeder fürchtet: das Elfmeterschiessen.
Die entscheidenden Momente
Vom Punkt begann das Drama. Juan Fernando Quintero trat zuerst an und verwandelte eiskalt zur kolumbianischen Führung. Granit Xhaka, der Captain, übernahm Verantwortung und glich sicher aus. Dann der erste Riss im kolumbianischen Nervenkostüm: Sánchez scheiterte, und die Schweiz roch ihre Chance. Zeki Amdouni behielt die Nerven und traf zum 2:1.
Doch Kolumbien schlug zurück – Campaz stellte auf 2:2. Und plötzlich wackelte die Nati selbst: Manuel Akanji, sonst die Zuverlässigkeit in Person, vergab. Die Tür stand für Kolumbien weit offen. Es war der Augenblick, in dem Kobel den Abend endgültig zu seinem machte: Er parierte den Versuch von Hernández und rettete die Schweiz zurück ins Rennen. Cédric Itten liess sich die Einladung nicht zweimal geben und traf zum 3:2. Díaz hielt Kolumbien mit dem 3:3 am Leben – und schob damit alles auf die Schultern des letzten Schützen. Ruben Vargas trat an, holte tief Luft und verwandelte zum 4:3. Jubel, Erlösung, Ekstase. Die Schweiz war weiter.
Wie es weitergeht
Für Kolumbien ist die WM 2026 in diesem einen, grausamen Moment vom Punkt zu Ende – so bitter kann der Fussball sein. Die Schweiz dagegen darf träumen, und der Traum bekommt sofort ein gewaltiges Gesicht: Im Viertelfinale am 12. Juli 2026 wartet Argentinien. Es ist das Duell, das man sich als Aussenseiter wünscht und fürchtet zugleich – die disziplinierte, kämpferische Nati gegen die geballte Offensivkraft der Südamerikaner. Wer nach diesem Abend gegen Kolumbien Nerven wie Kobel und Vargas mitbringt, der reist mit breiter Brust in dieses Spiel. Alle Partien, Termine und Wettquoten gibt es in der WM-Übersicht.
Häufige Fragen zu diesem Thema
Wie endete das Achtelfinale zwischen der Schweiz und Kolumbien?+
Das Spiel endete nach Verlängerung 0:0. Im Elfmeterschiessen setzte sich die Schweiz mit 4:3 durch. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Ruben Vargas, zuvor hatte Torhüter Gregor Kobel den Versuch von Hernández pariert.
Gegen wen spielt die Schweiz im Viertelfinale?+
Die Schweiz trifft im Viertelfinale am 12. Juli 2026 auf Argentinien.
